Wie Du schmerzhafte Erinnerungen und die Vergangenheit loslassen kannst

Gerade habe ich mir ein Video angesehen, in dem empfohlen wird, die schmerzhaften Erinnerungen an die Vergangenheit loszulassen. Die Vergangenheit sei im JETZT nichts mehr als eine Illusion und eine Flucht aus dem Jetzt. Das stimmt. Und wahrscheinlich mögen die meisten Menschen dem zustimmen und sich dann aber doch fragen – ja, aber wie mache ich das? Wie kann ich meine schmerzhaften Erinnerungen loslassen, wenn sie mich doch beständig wieder einholen? Ich will ja gar nicht daran denken, dass mich mein Freund verlassen, mein Chef gedemütigt, meine Eltern ignoriert haben… ich will mich nicht an mein Scheitern und meine Krisen erinnern, aber ich kann meine Gedanken nicht steuern – die Erinnerungen holen mich einfach ein. Ich möchte Dir gerne Strategien nahe bringen, die Dir dabei helfen können, Deine schmerzhafte Vergangenheit loszulassen.

1. Erkenne den Kern Deines Schmerzes. Solange Dein Verstand Dir die Erinnerungen immer und immer wieder zeigt, ist darin vermutlich noch ein Schatz verborgen, den Du noch nicht geborgen hast. Was gilt es noch zu sehen? Wofür kannst Du dankbar sein, wenn Du Dir die Erinnerung anschaust? Du kannst immer dankbar sein. Wenn Du einen Verlust betrauerst, dann versuche dankbar zu sein dafür, was Du davor besessen oder gelebt hast. Wenn Du Verletzung oder Abwertung erfahren hast, versuche dankbar zu sein dafür, dass Du die Situation überstanden und überlebt hast. Wenn Du enttäuscht oder betrogen wurdest, versuche dankbar zu sein dafür, dass Du die Täuschung erkannt hast. Wenn es Dir gelingt, im Schmerz denjenigen Aspekt zu erkennen, für den Du dankbar sein kannst, dann wandelt sich Deine Perspektive und die Vergangenheit verliert an Macht über Dich.

2. Unser Verstand tut das, wovon er denkt, dass wir es wollen und dass es uns dient. Schmerzhafte Erinnerungen hochzuhalten kann dazu dienen, uns vor neuen ähnlichen Erfahrungen zu schützen. Unser Verstand bedient dabei die Rolle des „Aufpassers“ und möchte uns ermahnen, vorsichtig zu sein. „Pass auf, dass Du nicht erneut eine solch schmerzhafte Erfahrung machst – das war schlimm!“ Indem er uns also unsere Erinnerungen zeigt, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir ähnliche Situationen rascher erkennen und schneller meiden. Wir leben in einem „hab Acht“ Zustand, der uns davor bewahren soll, erneuten Schmerz zu erfahren. Dabei ist es natürlich wenig sinnvoll, in diesem Zustand zu leben, denn es fühlt sich unfrei und unangenehm an, beständig auf der Hut zu sein. Was kannst Du tun? Rede täglich mit Deinem Verstand. Erkläre ihm, dass Du jetzt die Kontrolle wieder übernimmst und selber dafür sorgst, dass es Dir gut geht und Du beschützt bist. Sag ihm „vielen Dank für Deine Hilfe. Ab heute darfst Du Dich entspannen – ich übernehme die Kontrolle und entscheide, wann ich aufpassen möchte und wann ich mich unbeschwert und frei bewegen möchte. Ich bin in Sicherheit und ich traue mir zu, mit Situationen umzugehen, die auf mich zukommen.“ Wenn Du bemerkst, dass Du dies nicht aus voller Überzeugung sagen kannst, weil Du Dir nicht zutraust mit neuen, allenfalls ähnlichen Situationen umzugehen, dann schau dort genauer hin und hole Dir allenfalls Unterstützung.

3. Gib Deinem Verstand neues Futter. Deine Gedanken gehören Dir. Du bist nicht Deine Gedanken, Du hast Gedanken. Es ist sehr wichtig, sich dies bewusst zu machen. Der Inhalt unserer Gedanken kann von uns festgelegt werden. Die meisten Menschen sind es sich nicht gewöhnt, ihren Gedanken eine Richtung vorzugeben und lassen ihnen daher einfach freien Lauf. Das ist grundsätzlich kein Problem, es sei denn, Du gehörst zu den Menschen, die tendenziell eher negative Gedanken haben, die nicht beglücken, sondern eher belasten. In diesem Fall ist es ratsam, wenn Du Dich mit Deinen Gedanken näher befasst und lernst, neue, hilfreiche und aufbauende Gedanken zu entwickeln. Was wir denken ist letztlich uns selber überlassen und vorhandene Denkmuster müssen wir nicht beibehalten, sondern wir können sie verändern. Das geschieht nicht von selber, sondern Du musst Dich aktiv dafür entscheiden und damit auseinanderzusetzen, anders denken lernen zu wollen. Eine andere Sichtweise auf die Vergangenheit zu entwickeln ist nur eine Möglichkeit, Deinen Gedanken neues Futter zu geben. Genauso gut kannst Du Dir überlegen, was Deine nächsten Ziele sind, welche Visionen Du hast und Deinen Verstand damit beauftragen, sich Gedanken dazu zu machen, wie Du dort hinkommen kannst. Gib ihm ein Problem, mit dessen Lösung er sich befassen kann, und schau darauf, dass die Problemlösung Dir dient und Freude bringt. Dein Verstand ist ein wunderbares Werkzeug, das DIR zu DEINER freien Verfügung steht.

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Alles Liebe für Dich!